Graubünden entlastet Gemeinden

23. Juni 2020 11:13

Chur - Der Kanton Graubünden wird die Möglichkeit schaffen, die Anmeldung zur Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung elektronisch einzureichen. Das soll den Gemeinden administrative Arbeit abnehmen.

Auf Bundesebene wird derzeit die gesetzliche Grundlage für die Einführung des sogenannten E-Governments geschaffen. Dadurch wird Bürgerinnen und Bürgern auch die digitale Anmeldung zur Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung ermöglicht. So sollen die Gemeindearbeitsämter von Ihrer Aufgabe als Anmeldestelle entlastet werden. Nun passt auch der Kanton Graubünden das Gesetz entsprechend an. 

Wie aus einer kantonalen Medienmitteilung hervorgeht, können Bürgerinnen und Bürger künftig wählen, ob sie persönlich beim Gemeindearbeitsamt vorstellig werden oder ihre Anmeldung digital einreichen. Dies bedeute eine Vereinfachung und Beschleunigung des Verfahrens, „was auch den Versicherten zugute kommt“, heisst es in der Mitteilung.

Zudem werde ab sofort die Stellenmeldepflicht kontrolliert. Im Rahmen der Masseneinwanderungsinitiative wurde eine obligatorische Stellenmeldepflicht für Berufe oder Tätigkeiten eingeführt, die in der Schweiz eine Arbeitslosenquote von 5 Prozent oder mehr aufweisen. Während einer Dauer von drei Tagen haben die bei den regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) gemeldeten Arbeitslosen ein Exklusivrecht, sich auf die gemeldeten Stellen zu bewerben. Den Arbeitgebenden ist es untersagt, die Stelle während dieser Frist anderweitig auszuschreiben oder zu besetzen. Stellenmeldungen nimmt in Graubünden das Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit (KIGA) im RAV Chur entgegen. mm

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