Graubünden bürgt für zusätzliche Bankkredite

21. April 2020 12:46

Chur - Bündner Unternehmen, die von der Corona-Krise betroffen sind, können ab sofort Bankkredite beantragen. Sie werden zusätzlich zu den Liquiditätshilfen des Bundes gewährt und durch eine Solidarbürgschaft des Kantons gedeckt.

 

Der Kanton Graubünden stützt seine kleinen und stark vom Tourismus geprägten Unternehmen durch zusätzliche Bankkredite. Entsprechende Anträge können laut einer Medienmitteilung ab sofort bei einer der teilnehmenden Banken eingereicht werden. In der Regel sei dies die Hausbank. Liquiditätshilfen werden in der Höhe von maximal 15 Prozent des jährlichen Umsatzerlöses oder 5 Millionen Franken zur Verfügung gestellt. Sie sind durch eine Solidarbürgschaft des Kantons gedeckt.

Zusammen mit den Solidarbürgschaften des Bundes könnten Unternehmen somit bis zu 25 Prozent des jährlichen Umsatzes in Form von Liquiditätshilfen erhalten. Die Kredite haben eine Laufzeit von fünf Jahren. Bis zu einem Betrag von 500'000 Euro werden sie zinslos gewährt, darüber liegt der Zinsfuss bei 0,5 Prozent.

Die jeweilige Bank führt eine Bonitätsprüfung durch und erstellt dann eine dokumentierte Empfehlung zuhanden des Kantons. Der zusätzliche Liquiditätsbedarf muss nachgewiesen werden. Bei einer positiven Kreditempfehlung geht der Kanton mit dem antragsstellenden Unternehmen eine Solidarbürgschaft zugunsten des Unternehmens ein.

Informationen und Unterlagen stehen ab sofort auf der Internetseite des Amts für Wirtschaft und Tourismus zur Verfügung. mm

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