Goldabkommen wird nicht verlängert

29. Juli 2019 13:38

Zürich - Die Schweizerische Nationalbank (SNB) und weitere 21 Zentralbanken lassen das bereits 1999 getroffene Goldabkommen auslaufen. Eine erneute Verlängerung sei aufgrund veränderter Marktbedingungen nicht nötig, so die SNB.

Das Goldabkommen der SNB und 21 weiterer Zentralbanken war erstmals 1999 abgeschlossen worden, informiert die SNB in einer Mitteilung. Es sollte Verwerfungen am Goldmarkt verhindern, die bei einem massiven Verkauf von Gold durch einzelne Notenbanken entstanden wären. In den Jahren 2004, 2009 und 2014 war das Abkommen, jedes Mal leicht gelockert, verlängert worden.

Inzwischen habe sich der internationale Goldmarkt „bezüglich Marktreife, Liquidität und Investorenkreis stark entwickelt“, schreibt die SNB in der Mitteilung. Sie weist insbesondere darauf hin, dass sich der Goldpreis seit der Jahrtausendwende beinahe verfünffacht hat. Zudem seien Zentralbanken in der Vergangenheit eher als Goldkäufer denn als Goldverkäufer am Markt aktiv gewesen.

Der Ansicht der Zentralbanken zufolge stelle Gold „nach wie vor ein wichtiges Element der internationalen Währungsreserven“ dar, heisst es in der Mitteilung weiter. Aufgrund der veränderten Marktbedingungen und weil derzeit seitens der Zentralbanken kein Verkauf nennenswerter Goldmengen geplant sei, verzichten die Banken jedoch auf eine weitere Erneuerung des Goldabkommens. Es läuft am 26. September dieses Jahres aus. hs

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