Gmüesgarte will wachsen

Simon Weidmann sieht den Gmüesgarte als einen Beitrag gegen den Klimawandel. „Wenn Lebensmittelverschwendung ein Land wäre, dann wäre es die Nummer drei unter den CO2-Emittenten, nach den USA und China“, sagte der Mitgründer des Lebensmittelgeschäfts in der Berner Altstadt an der Auftaktveranstaltung der Circular Economy Switzerland am Dienstag in Basel. Der 2017 eröffnete Laden verkauft Produkte von Produzenten aus der Region an die Endkunden. Wer nicht selber in den Laden in der Berner Altstadt kommen will, der kann die Lebensmittel auch abonnieren – dann werden sie mit dem Velokurier geliefert. 2018 wurden unter anderem 4800 Kilogramm Äpfel, 25.000 Eier und 6000 Portionen Salat aus dem eigenen Salatatelier verkauft. Dabei geht auch über den Ladentisch, was anderswo nicht den Normen entsprechen würde. „Chrumm & früsch“, lautet das Motto.

Das Kleinunternehmen, das aus dem Impact Hub Bern hervorgegangen ist, verfügt über 350 Stellenprozent. Das Geschäftsmodell gehe auf, so Weidmann. Nun will es wachsen. „Unsere nächste Herausforderung ist es, in Bern in die Gastronomie zu kommen.“ Das Team habe auch eine Lernkurve hinter sich. Gerade bei der Logistik und im Bestellwesen habe es hinzulernen müssen. stk