Globalisierung ist keine Bedrohung für Schweizer Arbeitsplätze

Die Arbeitslosigkeit von niedrig Qualifizierten in der Schweiz hat von 1990 bis 2016 im Vergleich zu den hoch Qualifizierten zugenommen. Diese Entwicklung hängt aber nicht mit dem Voranschreiten der Globalisierung zusammen, wie eine Studie der Universität Basel zeigt. Für die Studie haben die Forscher eine ökonometrische Analyse von 33.000 Individuen in verschiedenen Branchen des Schweizer Industriesektors von 1991 bis 2008 vorgenommen. Dabei konnte keine Beziehung zwischen zunehmender Importkonkurrenz und dem individuellen Arbeitslosigkeitsrisiko festgestellt werden.

Die Analyse bestätigte jedoch, dass niedrig Qualifizierte generell ein höheres Arbeitslosigkeitsrisiko haben. Dies muss laut den Forschern nicht mit der Globalisierung, sondern mit anderen Faktoren erklärt werden. Insbesondere die Immigration und die Technologie dürften hier eine wichtige Rolle spielen.

„Der schweizerische Arbeitsmarkt scheint also gut zu funktionieren und die Veränderungen im Weltmarkt bisher gut zu verdauen“, wird Professor Rolf Weder zitiert, Ko-Autor der Studie. ssp