Globale Konjunktur schwächt Industrie in St.Gallen-Appenzell

09. August 2019 13:21

St.Gallen - Die aktuelle Konjunkturumfrage in der Region St.Gallen-Appenzell zeigt eine uneinheitliche Entwicklung der regionalen Wirtschaft auf. Die Industrie leidet mehrheitlich unter Margendruck und schwächelnder Weltkonjunktur. Der Baubranche geht es dagegen überaus gut.

Im Aussenhandel habe sich die nachlassende globale Konjunktur noch nicht spürbar gemacht, schreibt die St.Galler Kantonalbank (SGKB) in einer Mitteilung zur aktuellen Konjunkturumfrage in der Region St.Gallen-Appenzell. Ihr zufolge legten die Exporte der Region im zweiten Jahresquartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu. Allerdings habe „rund die Hälfte der Industriebetriebe eine Abschwächung der Nachfrage“ festgestellt, heisst es in der Mitteilung weiter.

Den Analysten zufolge ist der Margendruck ein gemeinsames Problem der Industrieunternehmen aller Branchen in der Region. Ansonsten verlaufe die Entwicklung in den einzelnen Branchen unterschiedlich. Konkret machten die Analysten im Maschinenbau eine generelle Zufriedenheit mit dem Geschäftsverlauf aus. Auch die Rückmeldungen aus der Elektrotechnik und der Chemiebranche waren positiv. In der Metallindustrie entsprächen hingegen Aufträge und Geschäftsverlauf „nicht den Erwartungen der Unternehmen“. In den Bereichen Kunststoffe, Textil, Druck und Verlag zeigten die Indikatoren durchweg nach unten.

Der regionalen Bauindustrie scheint es hingegen prächtig zu gehen. Ihre Geschäftslage sei „hervorragend, so dass der Konjunkturindex der Bauwirtschaft einen neuen Höchstwert erreicht hat“, heisst es in der Mitteilung. Insbesondere das Ausbaugewerbe profitiere von einer regen Planung von Umbauprojekten in der Region. hs

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