Glencore will Kobalt in Marokko zurückgewinnen

27. Januar 2022 12:57

Baar ZG/Casablanca - Glencore hat mit seinem neuen marokkanischen Partner Managem einen Liefervertrag über fünf Jahre geschlossen. Managem wird in seiner Raffinerie aus alten E-Auto-Batterien rezykliertes Kobalt sowie Nickel und Lithium herstellen.

Glencore und die Managem-Gruppe wollen die E-Auto- und die Elektronikindustrie bei der Erreichung ihrer Ziele zur Rückgewinnung von Metallen unterstützen. Dazu hat Glencore als weltweit grösster Rohstoffhändler mit Managem einen Liefervertrag mit fünfjähriger Laufzeit geschlossen. In diesem Zeitraum wird Managem in seiner hydrometallurgischen Raffinerie CTT aus alten Autobatterien jährlich 1200 Tonnen Kobalt sowie Nickelhydroxid und Lithiumcarbonat herstellen. Die Stoffe sollen in Glencores weltweitem Kundennetz vermarktet werden.

Managem-CEO Imad Toumi erwartet, dass wegen der Energiewende die Nachfrage nach Kobalt in den nächsten zehn Jahren erheblich steigen wird. „Die meisten Akteure in der Versorgungskette sind bestrebt, nachhaltig beschaffte Materialien zu verarbeiten“, wird er in einer Medienmitteilung zitiert. „Wir sind der festen Überzeugung, dass das Recycling eine entscheidende Rolle bei der Deckung dieser Nachfrage spielen wird.“ Gleichzeitig sei Managem fest entschlossen, „die globale Kreislaufwirtschaft durch Kobalt, Nickel und Lithium zu unterstützen und gleichzeitig Kobalt nach den höchsten CSR-Standards abzubauen“.

Grundlage dieser Partnerschaft ist eine Machbarkeitsstudie. Sie bewertet die Rentabilität einer Modifizierung und Nutzung der CTT-Raffinerie. CTT wird zu mindestens 90 Prozent mit Ökostrom aus Windkraft betrieben. Die Studie soll voraussichtlich bis zum Ende des ersten Quartals 2022 abgeschlossen sein. mm

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