Glarus will mehr Informatiker ausbilden

21. Oktober 2020 12:39

Glarus - Der Kanton Glarus will den Fachkräftemangel in Informatikberufen durch eine ganze Reihe Massnahmen entschärfen. Sie setzen bei der beruflichen Grundbildung und den Höheren Fachschulen an. Auch die Praktikumsbetriebe sollen vernetzt werden.

Der Kanton Glarus will dem Mangel an Informatikern abhelfen. Dafür sei ein ganzer „Strauss an Initiativen“ entwickelt worden, informiert der Regierungsrat des Kantons in einer Mitteilung. Sie kommen vor allem bei der beruflichen Grundbildung und in den höheren Fachschulen zum Tragen.

Das vom Regierungsrat beschlossene Impulsprogramm ICT-Bildung 2021-2025 hat sich fünf Schwerpunkte gesetzt. Konkret will der Kanton private Initiativen für Schnupperlehren in ICT-Berufen durch eine Anschubfinanzierung unterstützen. Neue Lehr- und Ausbildungsbetriebe sollen einen kostenlosen „Basisspupport“ bekommen. Des Weiteren ist der Aufbau eines Netzwerks für Praktikumsstellen geplant. 

Betriebe, die Mitarbeitende oder Praktikanten zur Ausbildung in Informatik oder Wirtschaftsinformatik an den Standort Ziegelbrücke GL der Höheren Fachschule Südostschweiz schicken, können einen Teil des dadurch entstehenden Arbeitsausfalls vom Kanton erstattet bekommen. Zudem will der Kanton einen Teil des Schulgelds von Glarnerinnen und Glarnern übernehmen, die technische Bildungsgänge an der Höheren Fachschule in Ziegelbrücke besuchen.

Die kantonalen Berufsschulen sollen finanzielle Unterstützung für die Ausrichtung zusätzlicher Kurstage mit ICT-Inhalten bekommen. Konkret plant der Kanton einen Zuschuss in Höhe von 50 Franken pro Glarner Lernendem und Tag. Der Zuschuss ist dabei auf maximal zwei zusätzliche Kurstage im Jahr beschränkt. Eine Übersicht über die geplante Verteilung der Gesamtmittel auf Schwerpunkte und Jahre kann der Mitteilung entnommen werden. hs

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