Glarus will auf Staatsgarantie für Kantonalbank verzichten

10. Juni 2020 15:07

Glarus - Der Glarner Regierungsrat will die Staatsgarantie für die Glarner Kantonalbank abschaffen. Zudem soll die Beteiligung des Kantons von 68 Prozent auf eine Minderheitsbeteiligung von einem Drittel reduziert werden. Die entsprechende Vorlage ist in die Vernehmlassung gegangen.

Bereits 2008 habe der Landrat eine Eigentümerstrategie für die Glarner Kantonalbank (GLKB) erlassen, informiert die Staatskanzlei des Kantons Glarus in einer Mitteilung. Hier wurde der Bank die Zielvorgabe gesetzt, innert fünf bis zehn Jahren eine Rentabilität und Eigenkapitalbasis zu erreichen, die den Verzicht auf die Staatsgarantie ermöglicht. Eine externe Untersuchung habe der GLKB bescheinigt, dieses Ziel erreicht zu haben, heisst es in der Mitteilung.

Der Regierungsrat schlage daher eine Totalrevision des Kantonalbankgesetzes vor, wird in der Mitteilung weiter erläutert. Seine entsprechende Vorlage sieht die Abschaffung der Staatsgarantie für die GLKB vor. Zudem solle sich der Kanton „aus der strategischen Führung zurückziehen und seine Beteiligung am Aktienkapital von heute 68 Prozent schrittweise auf eine Minderheitsbeteiligung von mindestens einem Drittel reduzieren“.  Darüber hinaus soll die Eigentümer- in eine Beteiligungsstrategie umgewandelt und die GLKB in eine privatrechtliche Aktiengesellschaft überführt werden.

Die Vorlage des Regierungsrats ist noch bis zum 16. August in der Vernehmlassung. Danach werden sich der Landrat und im kommenden Jahr die Landsgemeinde mit ihr befassen. hs

Mehr zu Finanzdienstleistungen

Aktuelles im Firmenwiki