Gestiegene Kosten schmälern Gewinn bei Schweiter

17. August 2022 12:19

Steinhausen ZG - Schweiter hat seinen Umsatz im ersten Halbjahr 2022 um 3 Prozent auf 648 Millionen Franken gesteigert. Das Betriebsergebnis des Zuger Spezialisten für Verbundwerkstoffe fiel dagegen schwächer als im Vorjahr aus. Hintergrund sind gestiegene Kosten und erneute Lockdowns in China.

Einer Mitteilung von Schweiter Technologies zufolge hat der international aktive Zuger Technologiekonzern im ersten Halbjahr 2022 einen Umsatz von 647,8 Millionen Franken erwirtschaftet. Im Jahresvergleich entspricht dies einem Wachstum um 3 Prozent. Das Betriebsergebnis auf Stufe EBITDA gab gleichzeitig um 27 Prozent auf 57,0 Millionen Franken nach. Die entsprechende Rate verschlechterte sich um 3,6 Prozentpunkte auf 8,8 Prozent. Der Reingewinn fiel mit 27,3 Millionen Franken um 40 Prozent geringer als im Vorjahr aus.

Das Unternehmen führt den Rückgang auf „markant gestiegene Material- und Energiekosten“, negative Währungseffekte und die erneuten Lockdowns in China zurück. Sie hätten durch den neuen Rekordwert beim Umsatz sowie „Preisanpassungen und Effizienzsteigerungen“ nicht vollständig kompensiert werden können. 

Das Geschäft mit Verbundwerkstoffen (3A Composites) habe „an das erfolgreiche Geschäftsjahr 2021“ angeknüpft und „auch im ersten Halbjahr 2022 wiederum eine Umsatzsteigerung“ erzielt, schreibt Schweiter. Der Konzern führt das Wachstum hauptsächlich auf  Erhöhungen der Verkaufspreise zurück. Verbundwerkstoffe im Architekturbereich konnten zudem auch eine Nachfragesteigerung verbuchen. Im Displaygeschäft wurde ein Rückgang der Nachfrage nach transparenten Platten von einer Nachfragesteigerung nach intransparenten Platten ausgeglichen. 

Für das laufende Halbjahr geht Schweiter von einem dem Berichtshalbjahr ähnlichen Geschäftsverlauf aus. Schweiter rechnet jedoch damit, durch die Lockdowns verschobene Aufträge im asiatischen Architekturgeschäft in der zweiten Jahreshälfte umsetzen zu können. hs

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