Gestiegene Kosten schmälern Ergebnis von Geberit

18. August 2022 14:24

Rapperswil-Jona SG - Die Geberit Gruppe hat ihren Umsatz im ersten Halbjahr 2022 gesteigert. Das Wachstum wurde jedoch überwiegend von Erhöhungen der Verkaufspreise generiert. Diese glichen den Anstieg der Materialkosten nur teilweise aus. Das Ergebnis fiel somit geringer als im Vorjahr aus.

Einer Mitteilung der Geberit Gruppe zufolge hat der weltweit aktive Hersteller von Sanitärprodukten im ersten Halbjahr 2022 einen Umsatz von 1,93 Milliarden Franken erwirtschaftet. Im Jahresvergleich entspricht dies einem Wachstum um 5,5 Prozent. Verkaufspreiserhöhungen trugen rund 60 Prozent zum Wachstum bei, die übrigen 40 Prozent führt der laut eigenen Angaben europäische Marktführer für Sanitärprodukte auf Volumensteigerungen zurück. In den europäischen Märkten legten die Umsätze von Geberit im Jahresvergleich währungsbereinigt um 11,4 Prozent zu. 

Die nur mit einer zeitlichen Verzögerung umsetzbaren Verkaufspreiserhöhungen hätten die Preissteigerungen für Rohmaterial und Energie in der Berichtsperiode nicht vollständig kompensieren können, erläutert Geberit. Das Betriebsergebnis (EBIT) des ersten Halbjahrs 2022 fiel daher mit 483 Millionen Franken um 11,6 Prozent geringer als im Vorjahr aus. Der Reingewinn lag mit 402 Millionen Franken um 12,5 Prozent unter dem Vorjahreswert. Für das Gesamtjahr geht Geberit „von einem hohen einstelligen Nettoumsatzwachstum in lokalen Währungen und einer EBITDA-Marge um 28 Prozent aus“.

Ein im September 2020 begonnenes Aktienrückkaufprogramm zwecks Kapitalherabsetzung sei im Juni mit dem Kauf von 826'251 im Gesamtwert von 500 Millionen Franken abgeschlossen worden, wird in der Mitteilung weiter erläutert. In einem direkt im Anschluss aufgelegten weiteren Programm will Geberit innerhalb von zwei Jahren Aktien bis zu einem Betrag von 650 Millionen Franken zurückkaufen. hs

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