Gesellschaft profitiert von Förderstiftungen

01. Juli 2019 13:54

Zürich - Förderstiftungen generieren einer Volkswirtschaft einen Nutzen, der den Verlust von Mitteln aufgrund der Stiftungen gewährten Steuerprivilegien übersteigt. Dies stellt eine Studie von SwissFoundations und PwC Schweiz fest. Spätestens nach 1,5 Jahren überwiegt der Nutzen die Kosten.

Stiftungen und ihre Spender erhielten die ihnen gewährten Steuererleichterungen „in der Überzeugung, dass damit ein gesellschaftlicher Mehrwert geschaffen wird, um Mittel zu generieren, die andernfalls nicht dem Gemeinwohl zufliessen würden“, schreiben SwissFoundations und PwC Schweiz in einer gemeinsamten Mitteilung. Der Verband der gemeinnützigen Förderstiftungen und das Beratungsunternehmen haben eine Studie erarbeitet, die diese Hypothese überprüft hat. Ihren Ergebnissen zufolge lohnen sich gemeinnützige Förderstiftungen für die Gesellschaft in hohem Masse.

In der Studie angelegte Vergleichsmodelle zeigten auf, dass sowohl kapitalerhaltende Förderstiftungen als auch Verbrauchsstiftungen „weitaus mehr Mittel ausschütten, als der Staat durch die Besteuerung der entsprechenden, privat angelegten Mittel erzielen könnte“, wird in der Mitteilung erläutert. Der Punkt, an dem sich Nutzen und Kosten aufwiegen, sei dabei maximal nach einem halben Jahr erreicht, heisst es dort weiter. Am schnellsten zahlten sich Stiftungen den Studienergebnissen zufolge im Kanton Obwalden aus, am längsten dauere es im Kanton Genf.

Steuerersparnisse seien dabei allerdings „kein ausschlaggebendes Motiv für eine Stiftungsgründung“, schreiben SwissFoundations und PwC in der Mitteilung weiter. Ihre Analysten machen dies an der Tatsache fest, dass der Kanton Basel-Land trotz möglicher vollständiger Steuerbefreiung für Stiftungen nur „im unteren Mittelfeld der Schweizer Stiftungsstandorte“ liegt.

Die Studie zeige, dass „die Hypothese, dass sich Förderstiftungen für die Gesellschaft lohnen“ mehr sei, „als eine blosse Selbstzuschreibung“, lautet das Fazit in der Mitteilung. Die an Stiftungen im internationalen Vergleich besonders reiche Schweiz tue somit gut daran, „der Attraktivität ihres Stiftungsstandortes Sorge zu tragen“. hs

Aktuelles im Firmenwiki