Genf will den ersten 40-Tonner mit Wasserstoffantrieb bauen und testen. Bild: Nomad Foundation

Genf testet Schwerlaster mit Wasserstoffantrieb

09. Oktober 2019 09:46

Genf - Vier Unternehmen wollen in Genf den ersten Schwerlaster mit einem Ladegewicht von 40 Tonnen bauen und testen, der mit einem Wasserstoffantrieb fährt. An dem Projekt GOH! sind unter anderem die Migros Genf, die Stadtwerke SIG und der Fahrzeughändler LARAG beteiligt.

Auch grosse Lastwagen sollen künftig mit Wasserstoff fahren können, der lokal und erneuerbar hergestellt worden ist. Die Genfer Stiftung Nomad will mit dem Projekt GOH! – Generation Of Hydrogen die Wirtschaftlichkeit eines solchen Antriebs demonstrieren. Sie hat laut einer Mitteilung vier Unternehmen für einen Testbetrieb in Genf gewinnen können. „Wir arbeiten zusammen, um machbare und nachhaltige Lösungen im Bereich der Innovation und der Bildung zu finden“, wird Nomad-Vizepräsident Jean-Luc Favre in der Mitteilung zitiert.

Im Rahmen dieses Projekts rüstet der Fahrzeughändler LARAG, der seinen Hauptsitz in Wil SG hat, ein Chassis des russischen Herstellers Kamaz mit einem Antrieb der französischen Technologiefirma GreenGT aus. GreenGT ist auf Wasserstoffantriebe für Schwerfahrzeuge spezialisiert und beteiligt sich ebenfalls am Projekt. Der Schwerlaster soll der erste 40-Tonner überhaupt werden, der mit Wasserstoff angetrieben wird.

Der Schwerlaster wird von der Migros Genf getestet und der Wasserstoff von den Services Industriels de Genève (SIG) hergestellt. Die SIG installiert dafür einen eigenen Elektroliseur, der den Wasserstoff mit erneuerbarer Energie aus Wasser und CO2 aus der Luft produziert. 

Beim Wasserstoffantrieb erzeugt die Brennstoffzelle mittels Verbrennung des Wasserstoffs Strom für den Betrieb des Fahrzeugs. Dabei fällt nur Wasser als Abfallprodukt an. stk 

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