Genedata ebnet Weg für Durchbruch

02. Februar 2018 12:21

Basel - Ein europäisches Forschungsprojekt hat auf Basis einer Plattform von Genedata einen entscheidenden Durchbruch bei der Frühdiagnose von Krebs gemacht. Sowohl Brust- als auch Eierstockkrebs können dadurch deutlich früher erkannt werden als bislang.

Das von der EU unterstützte Konsortium EpiFemCare hat bei seiner Arbeit die Plattform Genedata Profiler eingesetzt, die von Genedata entwickelt worden ist. Das Basler Unternehmen bietet Software für wissenschaftliche Anwendungen an. Wissenschaftler von Genedata haben die Plattform im Rahmen ihrer Beteiligung an der Forschungsarbeit des Konsortiums genutzt, um die Früherkennung von Krebs zu verbessern.

Dazu werden mit Genedata Profiler Terabytes an Daten verarbeitet, die aus Blutproben von Patienten gewonnen werden, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Das Ziel der Untersuchung bestand darin, Tumor-DNA-Marker zu entdecken. Diese zeigen das Vorhandensein von Krebszellen an, noch bevor ein Wachstum der Krebszellen festzustellen ist. Bei EpiFemCare wurde unter Nutzung von Genedata Profiler nun der DNA-Methylierungsmarker EFC#93 entdeckt. Mit diesem kann potenziell tödlicher Brustkrebs ein Jahr früher entdeckt werden, als dies mit bislang bekannten Methoden möglich ist. Bestimmte Arten von Eierstockkrebs können sogar zwei Jahre früher als bisher erkannt werden. Dieser Durchbruch ist nun auch im Journal „Genome Medicine“ veröffentlicht worden.

„Ich freue mich über den Erfolg von EpiFemCare und bin sehr stolz über den Beitrag, den unser Genedata-Team dazu geleistet hat“, wird Othmar Pfannes, CEO von Genedata, in der Mitteilung zitiert. „Dieses Projekt steht beispielhaft für die wertvolle Arbeit, die das Wissenschaftsdatenteam von Genedata unter Nutzung unserer Software in komplexen und herausfordernden Bereichen wie Testverfahren der flüssigen Biopsie leisten kann.“

Laut Studienkoordinator Martin Widschwendter ist nun erstmals belegt worden, dass mit einem DNA-Methylierungsmarker eine frühzeitige Diagnose von potentiell tödlichem Brustkrebs möglich ist. „Dadurch könnte eine individualisierte Behandlung der Brust ermöglicht werden, die sogar ohne den radiologischen Befund beginnen könnte.“ jh

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