Gemeinden könnten Solarpotenzial besser nutzen

18. Juli 2019 14:17

Lüterkofen-Ichertswil SO - Schweizer Gemeinden schöpfen das vorhandene Potenzial für Solarenergie bei weitem nicht aus, stellt eine Studie von Swiss Energy Planning für den WWF fest. Die Umweltorganisation empfiehlt den Gemeinden, eigene Gebäude mit Solaranlagen auszustatten.

„In der Schweiz scheint ein Vielfaches mehr Sonne auf die Dächer, als genutzt wird“, leitet Swiss Energy Planning (SEP) eine Mitteilung zu der im Auftrag des WWF erstellten Studie ein. Ihr zufolge nutzen nur die sechs Gemeinden Onnens VD, Neuendorf, Courgenay JU, Mellikon AG, Valsot GR und Ilanz/Glion GR das vorhandene Potenzial zu 20 oder mehr Prozent aus. „In diesen Gemeinden produzieren jeweils wenige grosse Anlagen einen hohen Anteil an Solarstrom“, schreibt SEP. Im Schnitt brächten es die Gemeinden hingegen lediglich auf eine Quote von rund 3 Prozent.

„Das ist längst nicht genug, um die Klimakrise abzuwenden“, wird Myriam Planzer, Projektleiterin Energiewende beim WWF Schweiz, in der Mitteilung zitiert. „Die Schweiz hat auf ihren Dächern ein noch fast unangetastetes Potenzial, um den Ausstieg aus Erdöl und Erdgas zu ermöglichen.“

Konkret schlägt der WWF den Gemeinden vor, gut geeignete Dächer im Eigenbesitz für den Bau von Solaranlagen zu nutzen. Sie könnten auf Verwaltungsgebäuden, Schulen und Turnhallen installiert werden, meint Planzer. Zudem sollten die Einwohner beim Bau von Solaranlagen durch „attraktive Rückliefertarife und Förderbedingungen“ unterstützt werden.  hs

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