Gehaltszuwachs liegt 2020 bei 2 Prozent

29. November 2019 14:50

Zürich - Der nominale Gehaltszuwachs in der Schweiz liegt 2020 bei 2,0 Prozent. Das inflationsbereinigte Plus beläuft sich auf 1,4 Prozent. Das geht aus dem Globalen Gehaltsreport 2020 hervor.

Die Gehaltsentwicklungen für unterschiedliche Mitarbeitergruppen in den Schweizer Unternehmen bleiben 2020 stabil. Das geht aus dem Globalen Gehaltsreport 2020 der international tätigen Unternehmensberatung Mercer hervor. Demnach liegt die Steigerung für Executives, Manager und Fachkräfte bei 2,0 Prozent. Das entspricht auch dem allgemeinen Durchschnitt. Weil sich die Inflationsrate 2020 wie im Vorjahr auf 0,6 Prozent beläuft, liegt das inflationsbereinigte Plus bei 1,4 Prozent. 93 Prozent der Unternehmen planen Gehaltserhöhungen anhand der individuellen Leistung ihrer Mitarbeiter. Die Performance der Organisation spielt zu 52 Prozent eine Rolle. Für die Studie hat Mercer die weltweiten Daten von 15 Millionen Stelleninhabern aus mehr als 25.000 Organisationen ausgewertet.

Mit Blick auf die Schweiz seien unterschiedliche Planungen je nach Hauptsitz des Unternehmens auffällig. „Befindet sich der Hauptsitz in der Schweiz, planen die Unternehmen lediglich mit einer Erhöhung von 1,0 Prozent“, wird Stephan Pieronczyk, Vergütungsexperte bei Mercer Schweiz, in einer Medienmitteilung zitiert. Insgesamt werde die Investitionsbereitschaft der einheimischen Unternehmen durch internationale Handelskonflikte sowie den Brexit gedämpft. 

Im Zeitraum von 2012 bis 2019 liegt in der Schweiz sowohl der durchschnittliche nominale wie der reale Gehaltszuwachs bei 15 Prozent. Beim nominalen Gehaltswachstum rangieren etwa auch Deutschland (24 Prozent) und die USA (26 Prozent) vor der Schweiz, jedoch beläuft sich das reale Wachstum in beiden Ländern nur auf 11 Prozent. 

„In den Bereichen Customer Services, Engineering & Science, Sales & Marketing sowie im Technologiesektor sind Mitarbeiter besonders schwierig zu rekrutieren und an die Organisation zu binden“, erklärt Pieronczyk. „Entscheidend für die Unternehmen ist daher, die Vergütungsstruktur so anzupassen, dass sie wettbewerbsfähig ist und sowohl den Mitarbeitern als auch den Unternehmen eine entsprechende Flexibilität bietet.“ mm

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