GE baut weitere Stellen im Aargau ab

17. Juni 2019 14:26

Aarau/Baden AG - General Electric (GE) will an den Standorten Baden und Birr weitere rund 450 Stellen abbauen. Der Regierungsrat des Kantons Aargau und der Stadtrat Baden sind von der Entscheidung enttäuscht.

„Auch wenn uns die anhaltenden Herausforderungen im Energiesektor sehr bewusst sind, enttäuscht das Ausmass des nochmaligen Abbaus“, wird Stadtamman Markus Schneider in der Stellungnahme des Stadtrats Baden zum erneuten Stellenabbau bei GE zitiert. Der Stadtrat ist jedoch angesichts der in der Region anhaltend starken Nachfrage nach Fachkräften zuversichtlich „dass für die Betroffenen attraktive Job-Alternativen bestehen“, wird in der Mitteilung erläutert. 

Auch der Regierungsrat des Kantons Aargau bedauert den nunmehr dritten Stellenabbau in der Region. „Dieser nochmalige Abbau widerspricht früheren Aussagen von GE und ist für uns enttäuschend“, erläutert Landammann Urs Hofmann, Vorsteher des Departements Volkswirtschaft und Inneres, in der entsprechenden Stellungnahme. Der Regierungsrat erwarte, „dass GE intensiv nach Lösungen sucht, um die Zahl der Kündigungen möglichst gering zu halten, zum Beispiel durch Outsourcinglösungen“, heisst es in der Mitteilung.

Regierungsrat und Stadtrat wollen den Konzern bei seinem aktuell bekräftigten Standortbekenntnis in der Pflicht halten. Der Stadtrat werte die geplanten Investitionen von 30 Millionen Franken in den Standort Birr „als bestätigendes Signal, dass der Konzern für die Zukunft von GE Power auf die ausgeprägten Stärken und Innovationskraft in der Region setzt“, heisst es in der Stellungnahme aus Baden. Der Regierungsrat des Kantons Aargau wiederum erwartet laut seiner Stellungnahme, „dass diese Investition zur langfristigen Sicherung der Produktionsarbeitsplätze im Werk Birr beiträgt“.

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