G.Bopp macht sich unabhängiger von Stromlieferanten

16. September 2022 10:12

Zürich - G.Bopp will seinen Energiebedarf zunehmend selbst decken. So errichtet der Hersteller von Metallgeweben Solaranlagen an seinem Hauptsitz in Zürich und in seinem Werk Wolfhalden AR und wechselt von Gas auf Erdwärme. Diese Anstrengungen werden auch von Kunden anerkannt.

Die Nachhaltigkeit der Produktion wird zunehmend zu einem Argument gegenüber Kunden. So hat ein führender Hersteller von Konsumelektronik im Sommer seinem Zulieferer G.Bopp CO2-Neutralität attestiert. Der Zürcher Hersteller von Metallgeweben setzt diesen Kurs fort. Ziel ist es, die Unabhängigkeit von externen Energielieferanten zu erhöhen.

Wie das Unternehmen mitteilt, errichtet es auf seinem Hauptsitz in Zürich bis Ende Jahr eine Photovoltaikanlage mit einer Fläche von 621 Quadratmetern und einer Leistung von 129,2 Kilowatt peak. Damit kann der eigene Bedarf zu gut 20 Prozent gedeckt werden. Die Anlage soll vor allem auch den Bedarf in Spitzenzeiten brechen.

Für das Produktionswerk Wolfhalden ist eine Photovoltaikanlage mit einer Fläche von 2227 Quadratmetern und einer Leistung von 450 Kilowatt peak geplant. Damit kann der Bedarf zu 9,4 Prozent gedeckt werden.

Zudem soll der Wärmebedarf künftig durch Erdwärme statt durch Gas gedeckt werden. Eine Anlage zur Wärmerückgewinnung aus den Glühöfen zur Behandlung der Gewebe läuft bereits.

G.Bopp ist mit seinen Metallgeweben selbst ein Zulieferer für die Energiebranche. So wird sein Siebdruckgewebe zur Herstellung von Solarwafern eingesetzt. Metallgewebe von G.Bopp dienen auch dem Blitzschutz von Rotoren bei Windrädern. Auch bei der Herstellung von Brennstoffzellen, Batterien und Akkus werden Metallgewebe des Zürcher Herstellers genutzt.

Das Unternehmen gehört zu den fünf Finalisten des Prix SVC Wirtschaftsraum Zürich 2022, der am 20. September vom Swiss Venture Club verliehen wird. stk

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