GastroSuisse warnt vor neuer Kündigungswelle

11. Januar 2021 12:49

Zürich - GastroSuisse sieht das Gastgewerbe von einer dritten Kündigungswelle bedroht. Sollte der Bund keine Entschädigung beschliessen, werde die Hälfte der Betriebe eingehen, fürchtet der Branchenverband. Er kann die Entscheidung des Bundesrats, die Restaurants zu schliessen, nicht nachvollziehen.

Ohne finanzielle Entschädigung werde bis Ende März die Hälfte aller Betriebe im Gastgewerbe den Betrieb einstellen, warnt GastroSuisse in einer Mitteilung. Der Branchenverband stützt sich bei seiner Einschätzung auf eine aktuelle Umfrage, an der laut Mitteilung mehr als 4000 Unternehmen der rund 20'000 Mitgliederbetriebe von GastroSuisse teilgenommen haben. Ihr zufolge seien 98 Prozent aller Betriebe im Gastgewerbe auf finanzielle Unterstützung angewiesen.

Bereits während der ersten Welle der Pandemie im Frühjahr habe das Gastgewerbe eine Kündigungswelle erlebt, in den letzten beiden Monaten des vergangenen Jahres sei eine zweite Kündigungswelle erfolgt, schreibt GastroSuisse. Die prekäre Lage des Gastgewerbes habe sich „insbesondere mit dem nicht nachvollziehbaren Entscheid des Bundesrates, die Restaurants zu schliessen, nun noch weiter verschärft“, heisst es in der Mitteilung.

Um einen „flächendeckenden Kahlschlag“ im Gastgewerbe zu verhindern, will GastroSuisse den Bundesrat in die Pflicht nehmen. Er solle an seiner Sitzung am Mittwoch eine sofortige und unkomplizierte finanzielle Entschädigung für das Gastgewerbe beschliessen, fordert der Branchenverband.  „Wenn der Bund jetzt nicht handelt, steht in der Branche eine dritte Kündigungswelle an“, wird GastroSuisse-Präsident Casimir Platzer in der Mitteilung zitiert. hs

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