GastroSuisse lanciert Initiative für gerechte Entschädigung

29. März 2021 13:48

Zürich - Das Gastgewerbe ist von der Pandemie besonders hart getroffen worden. Nach Ansicht von GastroSuisse hat die Politik hier nur unzureichend gehandelt. Der Branchenverband lanciert daher die Volksinitiative Gerechte Entschädigung im Pandemiefall.

Die Coronavirus-Pandemie habe gezeigt, dass Politik und Gesetzgebung nicht ausreichend auf langanhaltende Ausnahmesituationen vorbereitet sind, schreibt GastroSuisse in einer Mitteilung. Der Branchenverband kritisiert insbesondere, dass es für die stark betroffenen Unternehmen im Gastgewerbe keinen im Epidemiegesetz verankerten Anspruch auf Entschädigung gibt.

Im Rahmen der Härtefallregelungen seien zwar Mittel in Gesamthöhe von 10 Milliarden Franken gesprochen worden, heisst es in der Mitteilung weiter. Davon sei bis heute aber nur ein Bruchteil bei den betroffenen Unternehmen angekommen. Zudem deckten die gesprochenen Mittel die Fixkosten durchschnittlich nur gut zur Hälfte, wird Casimir Platzer in der Mitteilung zitiert. „Die Härtefall-Regelung funktioniert nicht“, meint  der Präsident von GastroSuisse. 

Um „dieselben Fehler“ beim nächsten Mal zu vermeiden, hat der Branchenverband die Initiative Gerechte Entschädigung im Pandemiefall lanciert, wird in der Mitteilung weiter erläutert. „Bei einer nächsten Pandemie braucht es, sollten Betriebe wieder behördlich geschlossen werden, eine gerechte Entschädigung“, fordert Platzer. Nach Ansicht von GastroSuisse würde eine Pflicht zur Entschädigung zudem in verhältnismässigen Massnahmen und einer besseren Vorbereitung seitens des Staates resultieren.

Einen ersten prominenten Unterstützer hat der Branchenverband bereits gewonnen. „Wir werden diese Volksinitiative auf jeden Fall unterstützen“, wird der CVP-Nationalrat (SZ) und Präsident des Verbands Schweizerischer Getränkegrossisten, Alois Gmür, in der Mitteilung zitiert. In der aktuellen Krise sei die Branche „als Kollateralschaden“ abgeschrieben worden. „Das darf in der Zukunft nicht mehr passieren.“ hs

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