GastroSuisse kritisiert Bundesrat

05. November 2020 13:02

Zürich - Der Bundesrat nehme mit seinen Beschlüssen zum Gastgewerbe in Kauf, dass tausende Unternehmen der Branche Konkurs anmelden müssten, kritisiert GastroSuisse. Er fordert eine schnelle Umsetzung der beschlossenen Hilfsmassnahmen. Zudem müsse bei Bedarf nachgelegt werden.

GastroSuisse äussert harte Kritik. Der Bundesrat wolle „das Gastgewerbe opfern“, überschreibt der Branchenverband eine Mitteilung zu den vom Bundesrat beschlossenen Massnahmen im Gastgewerbe. Die von der Branche gemachten Vorschläge seien „weitestgehend ignoriert“ worden. Für GastroSuisse reichen die vom Bundesrat beschlossenen Massnahmen nicht aus, um die von der Pandemie gefährdeten Unternehmen im Gastgewerbe zu retten. Es stünden 100'000 Arbeitsplätze auf dem Spiel.

Konkret kritisiert der Verband das geplante Vorgehen im Zusammenhang mit den vom Bundesrat in die Vernehmlassung geschickten Härtefallmassnahmen. Hier sei die Verantwortung auf die Kantone abgewälzt worden, wird GastroSuisse-Präsident Casimir Platzer in der Mitteilung zitiert. Während der Bundesrat im März die gesetzlichen Grundlagen „für schnelle und pragmatische Hilfsmassnahmen“ geschaffen hätte, werde der Branche nun „die dringend notwendige Soforthilfe“ verweigert. Nach Ansicht von Platzer hätte der Bund „im Rahmen des Notrechts entscheiden und handeln müssen“.

Eine Schadensbegrenzung ist laut GastroSuisse nur mit einer schnellen und unbürokratischen Umsetzung der beschlossenen Hilfsmassnahmen möglich. Zudem müsse „im Bedarfsfall“ nachgelegt werden, fordert Platzer. Ihm zufolge reichen die im Härtefallfonds in Aussicht gestellten 200 Millionen Franken „bei weitem nicht aus“. hs

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