GastroSuisse fordert Entschädigungen

06. September 2021 11:22

Zürich - Die Schweizer Gastronomie hat bis zum August nur etwas mehr als die Hälfte des entsprechenden Vor-Pandemie-Umsatzes erwirtschaftet. Insgesamt stelle sich ihre Situation angespannter dar als noch vor einem Jahr, so GastroSuisse. Deshalb müsse sie bei Zugangsbeschränkungen für Gäste entschädigt werden.

Mehr als ein Drittel der Mitglieder von GastroSuisse befindet sich aktuell wegen der Corona-Krise in finanziellen Schwierigkeiten. Wie eine Umfrage des Arbeitgeberverbands für Hotellerie und Restauration ergab, erwirtschafteten die Befragten im Vergleich zum Normalbetrieb vor der Corona-Krise von Januar bis August 2021 nur 52,8 Prozent des Umsatzes. Sollte die Covid-Zertifikatspflicht auf die Gastronomie ausgeweitet werden, müssten die Betriebe entschädigt werden, so der Verband in einer Medienmitteilung.

„Die Liquidität hat sich über den Sommer hinweg wieder verschlechtert“, wird GastroSuisse-Präsident Casimir Platzer zitiert. Die Geschäftslage sei insgesamt angespannter als noch vor einem Jahr. Wie es in der Mitteilung weiter heisst, erwarten 48,5 Prozent der Betriebe in den nächsten drei Monaten eine negative oder sehr negative Geschäftsentwicklung. Nur 18,2 Prozent gehen von einer positiven Entwicklung aus.

Deshalb würden allfällige Einschränkungen „das Gastgewerbe härter denn je treffen“, so Platzer. So befürchte die grosse Mehrheit der Befragten weitere Umsatzeinbussen durch eine Covid-Zertifikatspflicht für die Gastronomie. Entsprechend hätten bis heute 97 Prozent der Betriebe auf eine freiwillige Umsetzung der Zugangsbeschränkung verzichtet.

Die Härtefall-Entschädigungen für die behördlich angeordneten pandemiebedingten Schliessungen von 30 Wochen und sechs Tagen sowie für Teilschliessungen wie Sperrstunden ab 19 Uhr und kantonale Schliessungen hätten bei 52,4 Prozent der Befragten weniger als die Hälfte der laufenden Kosten gedeckt. Bei über einem Viertel habe die Entschädigung weniger als 30 Prozent der Fixkosten aufgefangen. Deshalb seien nach Ansicht von GastroSuisse etwaige Einschränkungen finanziell zu entschädigen. mm

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