Gartenhandel verpflichtet sich zu weniger Torf

06. August 2019 14:41

Bern - In der Schweiz darf zwar seit mehr als 30 Jahren kein Torf mehr abgebaut werden, es wird aber dennoch viel Torf importiert. Unternehmen und Verbände haben sich nun verpflichtet, bis 2030 den Torfanteil in der Produktion von Pflanzen auf 5 Prozent zu vermindern.

Um die Moore zu schützen, darf in der Schweiz seit 1987 kein Torf abgebaut werden. Es werden aber immer noch jährlich bis zu 524.000 Kubikmeter Torf importiert. Vertreter des produzierenden Gartenbaus, des Gartenhandels und der Erdenhersteller wollen nun helfen, den Einsatz von Torf in der Schweiz zu reduzieren. Dafür haben sie laut einer Mitteilung des Bundesamts für Umwelt (BAFU) eine freiwillige Absichtserklärung unterschrieben.

Mit der Absichtserklärung verpflichten sie sich, den Torfanteil in der Produktion und im Angebot von Zierpflanzen, Zimmerpflanzen, Stauden und Zierhölzern bis 2025 auf maximal 50 Prozent und bis 2030 auf maximal 5 Prozent zu vermindern. Ihr Ziel wollen sie erreichen, indem Torf in Erdsubstraten ersetzt wird und Pflanzen, welche mit Hilfe von Torf angebaut werden, nicht mehr verkauft werden.

Die aktuelle Absichtserklärung ist bereits die zweite in diesem Bereich: Im Sommer 2017 hatten sich die Marktteilnehmer bereits dazu verpflichtet, bis 2020 den Torfanteil in Sackerden freiwillig auf maximal 5 Prozent zu vermindern.

Das BAFU unterstützt die Anwendung von torffreien Erdsubstraten im Gartenbau im Rahmen eines seit 2017 laufenden dreijährigen Pilotprojekts. Studien der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) im Auftrag des BAFU haben ergeben, dass Torf-Ersatzstoffe deutlich weniger klimaschädliche Treibhausgasemissionen als Torf verursachen. ssp

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