GAM verbucht dreistelligen Millionenverlust

04. August 2020 12:26

Zürich - Die GAM Holding AG weist für das erste Halbjahr 2020 wie bereits im Juni angekündigt einen Verlust von rund 390 Millionen Franken aus. Die von der Gruppe verwalteten Kundenvermögen gingen im Berichtshalbjahr um 13,3 Milliarden auf 119,1 Milliarden Franken zurück.

Einer Mitteilung der GAM Holding AG zufolge hat die Zürcher Vermögensverwalterin im ersten Semester 2020 einen Erfolg von 123,8 Millionen Franken in ihrem Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft erwirtschaftet. Im Vorjahressemester waren hier noch 171,1 Millionen Franken verbucht worden. Die Gruppe führt den Rückgang auf die im Jahresvergleich stark geringeren verwalteten Vermögen zurück.

„Die Anlageperformance unserer Strategien verbessert sich, und wir verzeichneten im zweiten Quartal einen wesentlich geringeren Abfluss gegenüber dem ersten Quartal“, wird GAM-CEO Peter Sanderson in der Mitteilung zitiert. Trotzdem hatte die Gruppe einen operativen Verlust vor Steuern in Höhe von 2,0 Millionen Franken ausweisen müssen. Im Vorjahressemester war ein Gewinn von 2,1 Millionen Franken verbucht worden.

Wie bereits im Juni angekündigt, fiel das Konzernergebnis nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS) mit einem Verlust von 390,1 Millionen Franken Verlust tiefrot aus. Der Verlust wurde der Mitteilung zufolge hauptsächlich „durch die Wertminderung des Goodwill von 373,7 Millionen Franken“ verursacht, „der primär durch die Übernahme von GAM durch Julius Bär im Jahr 2005 und durch UBS im Jahr 1999 gebildet worden war“. Im laufenden Jahr will die Gruppe mindestens 65 Millionen Franken Kosten einsparen, „um weiter Kräfte für den Wachstumskurs von GAM zu mobilisieren“.  hs

Mehr zu Finanzdienstleistungen

Aktuelles im Firmenwiki