Gabriele Widmer schreibt mit Masken Erfolgsgeschichte

25. Mai 2020 15:28

Schlieren ZH - Die Schneiderin Gabriele Widmer hat wegen der Corona-Krise nahezu alle normalen Aufträge verloren. Doch die Herstellung von Schutzmasken ist für sie sehr erfolgreich geworden. Sie hat schon mehr als 700 Masken verkauft.

Gabriele Widmer betreibt ihr Schneideratelier an der Uitikonerstrasse in Schlieren. Durch den Lockdown sind ihr jedoch praktische alle herkömmlichen Aufträge abhandengekommen, wie es in einem Artikel der „Limmattaler Zeitung“ heisst. „Da ich während des Lockdowns beinahe keine Aufträge erhielt, musste ich etwas unternehmen. Diese Masken haben mir drei Monatslöhne gerettet“, wird sie in dem Artikel zitiert.

Bevor sie mit der Produktion der Schutzmasken begonnen hat, hat sich Widmer genau über den Aufbau einer solchen Maske informiert und verschiedene Prototypen angefertigt. Nach einigen Änderungen und Anpassungen hatte sie dann den Dreh raus. Jetzt bietet sie ihre zweilagigen Masken in drei verschiedenen Grössen und 16 unterschiedlichen Designs an. Die Masken können sogar beim Joggen getragen werden, ohne dass die Brille anläuft. Doch die Entwicklung ihrer Qualitätsmasken reichte noch nicht. Gabriele Widmer musste auch ihre potenziellen Käufer erreichen. Mit Facebook hatte sie noch nicht viel Erfahrung, stellte aber ihr Maskenangebot einfach mal online. „Fortan hatte ich mehr Bestellungen, als ich jemals erwartet hätte“, so Gabriele Widmer gegenüber der „Limmattaler Zeitung“. „Es war der Wahnsinn. Es kam vor, dass der Stoff-Nachschub nicht rechtzeitig eintraf oder der Draht ausging, sodass ich mit der Produktion warten musste.“

Nun hat sie bereits mehr als 700 Masken verkauft. Die Bestellungen können telefonisch aufgegeben werden. Oder die Kunden kommen vor ihr Schneideratelier und suchen sich ihre Wunschmaske im Schaufenster aus. Die rauchblaue Maske verkauft sich am besten, die Modelle mit „wilden Mustern“ nicht so gut. jh

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