G7 einigen sich auf Mindeststeuer für Grosskonzerne

07. Juni 2021 14:12

London - Grosse Digitalkonzerne wie Google und Amazon sollen künftig dort Steuern zahlen, wo sie Umsätze machen. Darauf haben sich die G7-Staaten ebenso geeinigt wie auf eine weltweite Mindeststeuer von 15 Prozent für multinationale Konzerne.

Die Finanzminister und Zentralbankpräsidenten der sieben führenden Industrieländer (G7) haben sich bei ihrem virtuellen Treffen am Wochenende unter anderem auf eine Mindeststeuer von 15 Prozent für multinationale Konzerne geeinigt. Wie es in ihrem offiziellen Communiqué vom Samstag heisst, unterstützen sie „nachdrücklich“ alle Bemühungen, „um die steuerlichen Herausforderungen, die sich aus der Globalisierung und Digitalisierung der Wirtschaft ergeben, anzugehen und eine globale Mindeststeuer einzuführen“. Diese solle „auf einer länderspezifischen Basis“ mindestens 15 Prozent betragen.

Zudem sollen Grosskonzerne Steuern dort zahlen, wo sie Umsatz machen. Bisher werden Unternehmenssteuern nur am Firmensitz fällig, nicht aber in den Ländern, wo die Konzerne ihren Umsatz erzielen. Das führte dazu, dass viele Unternehmen ihren Firmensitz in Länder mit niedrigeren Steuern verlagerten.

Wie es weiter heisst, verpflichten sich die G7, „eine gerechte Lösung für die Zuteilung von Besteuerungsrechten zu erreichen“. Dabei sollen den Marktländern Besteuerungsrechte auf mindestens 20 Prozent des Gewinns zuerkannt werden, wenn dieser bei den grössten und profitabelsten Unternehmen eine Marge von 10 Prozent überschreitet. Die G7 seien sich einig, dass es wichtig sei, „eine Einigung über beide Säulen parallel voranzutreiben und freuen uns darauf, beim Treffen der G20-Finanzminister und Zentralbankpräsidenten im Juli eine Einigung zu erzielen“. mm

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