G-ray beliefert japanischen Kunden

03. Februar 2020 14:16

Neuenburg - G-ray hat einen neuartigen Röntgenstrahldetektor entwickelt. Mit der japanischen Hamamatsu Photonics hat das Start-up nun einen ersten Kunden gefunden. Die Anwendungsmöglichkeiten für das Gerät sind vielfältig.

Die 2015 gegründete G-ray Switzerland SA hat die Technologie für ihren innovativen Röntgenstrahldetektor gemeinsam mit einer Vielzahl an Partnern entwickelt. Dazu gehören auch die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH), das Forschungs- und Entwicklungszentrum CSEM und die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa). Bei der Herstellung wird eine 3D-Druck-Technologie der Empa eingesetzt, wie aus einer Medienmitteilung von G-ray hervorgeht.

Die Besonderheit des neuen Produktes liegt darin, dass lediglich zwei der sonst bei Röntgenstrahldetektoren üblichen drei Komponenten verwendet werden, ein Absorber und der elektronische Schaltkreis. Der dafür entwickelte „revolutionäre“ Montageprozess führt zu einer deutlichen Kostenersparnis. Zudem wird die Auflösung im Bildgebungsprozess deutlich erhöht. Neben dem ersten Abnehmer, der japanischen Hamamatsu Photonics, hätten bereits mehrere weltweit führende Unternehmen ihr Interesse an dem Röntgenstrahldetektor erklärt, heisst es in der Mitteilung.

Die Geräte sind vielfältig nutzbar. So können sie zum Beispiel in der Qualitätskontrolle in der Automobil- beziehungsweise Raumfahrtbranche eingesetzt werden. Gerade im Hinblick auf autonom fahrende Autos soll die Technologie zu Verbesserungen führen, weil die dabei eingesetzten Systeme teilweise auf Radar- und Infrarotsystemen basieren. Es bestehen aber auch Anwendungsmöglichkeiten in der Medizin. So können beispielsweise bei einer Mammographie schneller genauere Bilder geliefert werden. Dadurch wird nicht nur die Genauigkeit der Prognose verbessert, Patientinnen und medizinisches Personal werden somit auch weniger Röntgenstrahlen ausgesetzt. jh

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