Freihandelsabkommen mit Indonesien besiegelt

17. Dezember 2018 09:59

Jakarta - Die EFTA-Länder und Indonesien haben am Sonntag ein Freihandelsabkommen in Indonesien unterzeichnet. Damit wird die EFTA, der auch Liechtenstein angehört, der erste Freihandelspartner Indonesiens in Europa.

Die EFTA-Länder (Liechtenstein, Schweiz, Norwegen und Island) und Indonesien haben am 16. Dezember in Jakarta ein Freihandelsabkommen unterzeichnet. Damit werden fast die gesamten Exporte der EFTA-Länder nach Indonesien mittelfristig zollfrei. Ausserdem werden technische Handelshemmnisse abgebaut, der Marktzugang für Dienstleistungserbringer erleichtert und die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen generell gestärkt. Wirtschaftsakteure aus Liechtenstein erhalten durch dieses Abkommen „einen Wettbewerbsvorteil gegenüber Wirtschaftsakteuren aus Staaten, mit denen Indonesien noch kein Freihandelsabkommen abgeschlossen haben, etwa gegenüber der EU oder den USA“, so die Regierung in einer Medienmitteilung.

Von Liechtensteiner Seite wurde das Abkommen von Regierungsrätin Aurelia Frick unterzeichnet. „Die Ausweitung des EFTA-Freihandelsnetzes auf Indonesien verschafft den liechtensteinischen Unternehmen einen verbesserten Zugang zu diesem bedeutenden Markt mit grossem Potenzial“, sagte sie laut Mitteilung. Die Unterzeichnung des Abkommens sei zudem ein starkes Bekenntnis zum für Liechtenstein so wichtigen Freihandel in einer Zeit wachsenden Protektionismus, so Regierungsrätin Frick weiter.

Den Angaben der EFTA zufolge belief sich Handelsvolumen zwischen den EFTA-Staaten und Indonesien 2017 auf rund 2,3 Milliarden Dollar. EFTA-Staaten exportierten dabei Waren im Wert von 597 Millionen Dollar und importierten Waren im Wert von 1,7 Milliarden Dollar. ssp

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