Franken bleibt hoch bewertet

Der Bundesrat trifft sich einmal im Jahr mit dem Präsidenten der Schweizerischen Nationalbank (SNB) zu einer Aussprache. Thomas Jordan hatte diesmal gemischte Botschaften zu überbringen, wie aus der Mitteilung des Bundesrats hervorgeht. Danach ginge es der Wirtschaft derzeit gut, international drohe aber eine Verschlechterung der Lage. Entsprechend sei auch die Lage am Devisenmarkt „fragil“, der Franken immer noch hoch bewertet. Daher will Jordan auch weiter am derzeitigen Negativzins festhalten. Die SNB sei auch weiter bereit, am Devisenmarkt zu intervenieren. 

Jordan stört sich auch an den Ungleichgewichten auf dem Schweizer Immobilien- und Hypothekenmarkt, besonders bei Wohnrenditeliegenschaften. Der Bundesrat und der SNB-Präsident sprachen auch über die Entwicklungen im Bereich Digitalwährungen. 

Ein Euro war am Dienstag laut der SNB 1,145 Franken wert, ein Dollar 0,997 Franken. Die Nationalbank hielt Ende September laut einer Zusammenstellung Währungsreserven in Höhe von 753,3 Milliarden Franken. Der Swiss Average Rate Overnight (SARON), der massgebliche Zinssatz, lag am Montag bei -0,74 Prozent, ziemlich genau in der Mitte des SNB-Zielsatzes von -1,25 bis -0,25 Prozent. stk