Forschungsinitiative nimmt Fahrt auf

09. Mai 2017 09:58

St.Gallen - Empa und der Textilverband Schweiz haben die Forschungsinitiative SUBITEX gegründet. Damit sollen Innovationen für die Schweizer Textilbranche entwickelt werden. Inzwischen haben sich zahlreiche Unternehmen der Initiative angeschlossen.

Mit SUBITEX (Sustainable Biomedicine Textiles) haben die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt Empa und der Textilverband Schweiz Swiss Textiles die Grundlage für Innovationen in der Textilbranche gelegt. In den zwei Jahren seit der Gründung sind bereits 15 Textilunternehmen der Initiative beigetreten, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Dazu gehören auch die Flawa AG aus Flawil SG, Cilander aus Herisau, die Schoeller Textil AG aus Sevelen SG und die TISCA Tischhauser Co. AG aus Bühler AR.

Ein Beispiel für die innovative Verwendung von Textilfasern ist das Projekt Zürich Heart, bei dem eine künstliche Herzpumpe entwickelt wird. Ein Bestandteil dieser Herzpumpe wird ein Vliesstextil mit einer Schicht aus Herzmuskelzellen sein. Die Empa arbeitet gemeinsam mit Universitätsspital Zürich, Universität Zürich (UZH) und Eidgenössischer Technischer Hochschule Zürich (ETH) an dem Grossprojekt. „Den textilen Materialien und ihren Eigenschaften sind theoretisch keine Grenzen gesetzt“, wird René Rossi, Projektleiter von SUBITEX und Leiter der Empa-Abteilung Biomimetic Membranes and Textiles, in der Mitteilung zitiert.

Um weitere Innovationen zu fördern, hat die Empa finanzielle Teilbeträge aus SUBITEX in das Forschungsprogramm Self-care materials überführt. Dieses ist am Competence Centre for Materials Science and Technology (CCMX) des ETH-Bereichs angesiedelt. In kombinierter Grundlagen- und Industrieforschung werden dabei Fasern entwickelt, die Substanzen abgeben oder aufnehmen können. Mögliche Anwendungsbereiche dafür sind die Biomedizin und auch Verpackungsmaterialien aus der Lebensmittelbranche. jh

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