Forscher messen Elastizität von DNA-Molekülen

Forscher sind nicht nur deswegen an der DNA interessiert, weil sie die Bauanleitung für das Leben enthält. Aus DNA-Molekülen lassen sich auch kleinste Bauteile für technische Anwendungen herstellen, wie die Universität Basel in einer Mitteilung erklärt. „Beim sogenannten DNA-Origami können Wissenschaftler die Erbsubstanz so manipulieren, dass durch die Faltung von DNA-Strängen winzige zwei- und dreidimensionale Strukturen entstehen“, so die Universität. Diese Strukturen eigenen sich beispielsweise als Behältnis für pharmazeutische Wirkstoffe, als stromleitende Röhrchen oder als hochsensible Sensoren.

Die Forscher der Universität Basel haben es nun geschafft, die Elastizität und die Bindungseigenschaften von DNA-Molekülen zu untersuchen. Diese Informationen können künftig helfen, die gewünschten Formen bilden zu können. Für ihre Messmethode haben die Forscher eine Kombination von Kryo-Kraftspektroskopie und Computersimulationen eingesetzt. Die Messungen haben sie bei sehr tiefen Temperaturen durchgeführt. Bei Raumtemperaturen lassen sich diese physikalischen Parameter nicht messen, weil die Moleküle ständig in Bewegung sind. ssp