Forscher erleichtern Transport von Impfstoffen

30. November 2016 14:15

Lausanne - Forscher der ETH Lausanne haben kostengünstige Methoden entwickelt, die es erlauben, Impfstoffe mehrere Monate lang bei Raumtemperatur zu lagern. Dies könnte Logistikprobleme beim Transport von Impfstoffen in Entwicklungsländern lösen.

Ein entscheidender Grund für die niedrige Durchimpfungsrate in Entwicklungsländern ist der komplizierte Transport von Impfstoffen, schreibt die Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL) in einer Mitteilung. Nach den Angaben der EPFL müssen rund 80 Prozent der Impfstoffe gekühlt gelagert werden. Die Abwicklung des Transports ist daher kompliziert und teuer.

Forscher der EPFL haben nun gemeinsam mit internationalen Kollegen mehrere Lösungen entwickelt, die dieses Problem lösen könnten. Im Wissenschaftsmagazin „Nature Commincations“ haben sie drei Methoden für die Herstellung von Impfstoffen vorgestellt, mit denen diese sogar mehrere Monate lang bei Raumtemperatur gelagert werden können. Dabei wenden sie verschiedene einfache und kostengünstige bioverträgliche Zusatzstoffe an.

Die Methoden der Forscher eignen sich für die Herstellung der gängigsten Impfstoffe, die bisher nur einige Tage ohne Kühlung überlebt haben. Sie wurden bei einem derzeit sich in der Entwicklung befindlichen Impfstoff erfolgreich getestet. In einem nächsten Schritt wollen die Forscher die drei Methoden kombinieren. ssp

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