Forschende und Selfrag schliessen Stoffkreisläufe

12. August 2021 11:23

Windisch AG/Kerzers FR - Die Hochschule für Technik der Fachhochschule Nordwestschweiz und die Selfrag AG arbeiten künftig bei der Rückgewinnung wertvoller Materialien aus Kehrichtschlacke zusammen. Gemeinsame Forschungsprojekte sollen die Kreislaufwirtschaft stärken.

Die Hochschule für Technik der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) und die Selfrag AG mit Sitz in Kerzers haben eine langfristige Kooperation vereinbart. Mit gemeinsamen Forschungsprojekten wollen sie laut einer Medienmitteilung zur stofflichen Verwertung von mineralischen und metallischen Abfällen aus Kehrichtschlacke beitragen. Damit sollen sowohl die Umweltbelastung durch Abfallentsorgung als auch CO2-Emissionen signifikant reduziert werden.

Selfrag ist nach Angaben der FHNW das weltweit führende Unternehmen in der Industrialisierung von Systemen für die Rückgewinnung von Feststoffen mittels elektrodynamischer Fragmentierung. Dabei werden gemischte Materialien wie etwa Elektroschrott, Schlacke oder Gestein durch Hochspannungsimpulse in ihre Komponenten zerlegt. Danach können sie wiederverwertet werden. Ausser in der Wiederverwertung von Rückständen aus der Kehrrichtverbrennung kommt dieses Verfahren unter anderem in der Zementindustrie und im Bergbau zur Anwendung.

„In Kooperation mit der FHNW wollen wir diese umweltschonende Abfallverwertung weiterentwickeln und so die Kreislaufwirtschaft verstärken“, wird Selfrag-Verwaltungsratspräsident Anton Affentranger zitiert. Mit ihren Kompetenzen in der Kreislaufwirtschaft begleite die FHNW Unternehmen bei der Entwicklung einer technischen Innovation bis hin zur Marktreife, so Dr. Petar Mandaliev vom Institut für Biomasse und Ressourceneffizienz an der Hochschule für Technik FHNW. Mit Selfrag sei diese Zusammenarbeit angestrebt worden, weil sich die nachhaltigen Ziele mit den Werten der Hochschule deckten. mm

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