Flugroutennetz für Helikopter wird ausgebaut

03. August 2021 13:35

Bern - Der Bund stellt die nötigen Mittel bereit, um das sogenannte Low Flight Network auszubauen. Dabei handelt es sich um ein nationales Flugroutennetz, das Helikoptern auch bei schlechtem Wetter Flüge ermöglicht. Es ist für Rettungs- und Einsatzflüge vorgesehen.

Der Bund stellt die finanziellen Mittel zur Verfügung, um das Low Flight Network (LFN) auszubauen, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Der Entscheid folgt auf eine Motion von Ständerat Josef Dittli (FDP/UR), die vom Parlament angenommen wurde. Damit hat das LFN den Status einer kritischen Luftfahrtinfrastruktur von nationaler Bedeutung erhalten.

Das LFN ist ursprünglich auf Initiative der Schweizerischen Rettungsflugwacht Rega und der Luftwaffe entstanden. Dank eines Netzwerks aus Instrumentenflugrouten können Helikopter-Crews mit dem LFN auch bei schlechtem Wetter wichtige Flüge durchführen. Zu solchen werden etwa Rettungseinsätze oder Versorgungs- und Evakuationsflüge gezählt.

Laut der Mitteilung soll das Netz nun vor allem auf der West-Ost-Route im Jura und Wallis sowie in der Westschweiz durch weitere Flugstrecken erweitert werden. Neben der Rega und der Luftwaffe sollen auch andere Anbieter von Rettungsflügen das LFN nutzen können, sofern die Einsätze nationalen Interessen dienen und die nötige Ausrüstung sowie Ausbildung der Crews gegeben ist.

Der Bund finanziert nur den Ausbau des Streckennetzs und derjenigen An- und Abflugpunkte, die im nationalen Interesse liegen. Bei regionalen Ansprüchen müssen die Kantone oder die Nutzer die Kosten tragen. ssp

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