Flughafen Zürich schreibt rote Zahlen

21. August 2020 13:18

Kloten ZH - Die Flughafen Zürich AG hat im ersten Halbjahr 2020 einen Verlust von 27,5 Millionen Franken verbuchen müssen. Die Coronavirus-Pandemie hatte den Flugverkehr zeitweise fast zum Erliegen gebracht. Auch für das gesamte Jahr geht die Flughafenbetreiberin von einem Verlust aus.

„Die Coronakrise hat die gesamte Luftfahrt und die Flughafen Zürich AG wirtschaftlich stark getroffen“, wird CEO Stephan Widrig in einer Mitteilung der Flughafen Zürich AG zum Halbjahresergebnis zitiert. „Die Umsätze sind zeitweise fast vollständig eingebrochen, was sich im Geschäftsverlauf des ersten Halbjahrs widerspiegelt.“

Konkret hatte die Flughafenbetreiberin im ersten Semester 2020 Erträge in Gesamthöhe von 310,4 Millionen Franken erwirtschaftet. Im Vergleich zur Vorjahresperiode entspricht dies einem Rückgang um fast 50 Prozent. Dabei musste im Fluggeschäft ein Ertragsrückgang um 58,6 Prozent auf 130,4 Millionen Franken verbucht werden. Das Nicht-Fluggeschäft schloss mit Erträgen in Höhe von 180,0 Millionen Franken um 34,0 Prozent niedriger als im Vorjahr ab.

Bei den Erträgen aus Liegenschaften konnte die Flughafen Zürich AG hingegen ein Wachstum um 10,4 Prozent auf 69,1 Millionen Franken verbuchen. Als Hintergrund werden in der Mitteilung der Verkauf von insgesamt 36 Gebäuden sowie erste Mieteinnahmen vom Circle genannt. „Gerade in der Krise zeigt sich, dass sich die zunehmende Bedeutung des Immobiliengeschäfts stabilisierend auf die Gesamterträge auswirkt“, schreibt die Flughafenbetreiberin.

Als Betriebsergebnis (EBITDA) wies die Flughafen Zürich AG im Berichtshalbjahr 104,9 Millionen Franken aus, das sind 65,5 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2019. Das Reinergebnis ging im selben Zeitraum von 143,4 Millionen Franken Gewinn auf 27,5 Millionen Franken Verlust zurück.

„Weil ein Grossteil der Kosten der Flughafen Zürich AG direkt mit der Infrastruktur zusammenhängt, die auch während des Minimalbetriebs zur Verfügung stand, kann der erwartete Umsatzrückgang im laufenden Jahr nur in reduziertem Umfang durch Kostenreduktionen kompensiert werden“, schreibt das Unternehmen in der Mitteilung weiter. Auch für das gesamte laufende Jahr werde daher „ein Verlust erwartet“. hs

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