Flughafen Zürich droht Millioneneinbusse

12. November 2019 14:24

Bern/Kloten ZH - Laut dem Bundesamt für Zivilluftfahrt weist der Flughafen Zürich eine zu hohe Rendite aus. Er soll die Flugbetriebsgebühren nun um 15 Prozent senken, was zu Ertragseinbussen in Millionenhöhe führen würde. Die Flughafenbetreiberin wehrt sich.

Laut dem Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) weist der Flughafen Zürich aufgrund des Volumenwachstums der vergangenen Jahre im regulierten Geschäftsbereich eine zu hohe Rendite aus. Dadurch werde das Kostendeckungsprinzip bei der aktuellen Gebührenordnung verletzt. Das BAZL hat daher per 1. April 2020 eine Reduktion der Flugbetriebsgebühren um 15 Prozent verfügt, wie die Flughafen Zürich AG in einer Medienmitteilung schreibt. Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2019 würden aufgrund der Verfügung die Erträge aus Flugbetriebsgebühren der Flughafen Zürich AG im Jahr 2020 rund 60 Millionen tiefer ausfallen, schreibt die Flughafenbetreiberin.

Die Flughafen Zürich AG sieht das Kostendeckungsprinzip nicht verletzt. Sie kündigt an, gegen die Verfügung Beschwerde einzureichen. In ihrer Mitteilung schreibt die Flughafen Zürich AG auch, dass derzeit eine neue Gebührenordnung ausgearbeitet wurde, die ab 2021 in Kraft treten soll. Für die kommende Periode habe der Flughafen Zürich bereits eine deutliche Gebührensenkung angekündigt. Mit der nun erfolgten Verfügung nehme das BAZL die Gebührenreduktion bereits vor Ende des Anpassungsverfahrens vorweg. ssp

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