Flüchtlinge nähen Schutzmasken

07. Mai 2020 12:21

Glarus - In Glarus ansässige Flüchtlinge produzieren Stoffmasken zum Schutz vor Viren. Dabei steht das gemeinsame Projekt und die Solidarität untereinander im Mittelpunkt.

In einem Artikel auf der Internetseite des Kantons Glarus berichtet die kantonale Asyl- und Flüchtlingskoordinatorin Christine Saredi über ein erfolgreiches Projekt: Geflüchtete Menschen nähen im Kanton Glarus seit kurzem farbenfrohe Stoffmasken. 

Die Geflüchteten können Beschäftigungsprogramme und Bildungsangebote seit Wochen nicht mehr besuchen. „Da entwickelte sich eine spontane Idee schnell zu einem willkommenen Projekt“, so Saredi. Die Mitlödi Textildruck AG spendet Stoffe, aus denen Frauen aus verschiedenen Ländern in Heimarbeit Schutzmasken fertigen. Sie sind bei den Coiffeuren Bernasconi und Glamour Hair & Nail erhältlich.

Aus dem klassischen „Glarnertuächli“-Stoff produzieren die kurdischen Brüder Tatli Masken namens „Glaronettli“. Sie werden im Glarner Spezialitäten-Laden Glarussell den Angaben zufolge reissenden Absatz finden. „Seitdem das Angebot über die sozialen Medien bekanntgemacht wurde, treffen täglich Bestellungen aus der ganzen Schweiz ein“, heisst es in dem Artikel. Sogar in kurdischen Medien wurde bereits darüber berichtet. Bald sollen weitere Geflüchtete für das Projekt gewonnen werden. mm

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