Fläsch wird für Lichtminderung ausgezeichnet

Künstliche Beleuchtung trage zu Komfort und Sicherheit des Menschen bei, schade aber den Teilen der Tierwelt, die auf natürlich dunkle Nachtlandschaften angewiesen sind, erläutert Pro Natura in einer Mitteilung. Die Schweizer Umweltorganisation hat ihren alle zwei Jahre vergebenen Elisabeth und Oscar Beugger-Preis in diesem Jahr daher der „Reduktion von künstlicher Beleuchtung zum Schutz von Tieren“ gewidmet, heisst es dort weiter. Den mit 50.000 Franken dotierten Preis teilen sich in diesem Jahr der Förderverein Region Gantrisch BE/FR und die Bündner Gemeinde Fläsch. Der Förderverein will eine Nachtlandschaft in Form eines Sternenparks im Regionalen Naturpark Gantrisch einrichten.

Die Gemeinde Fläsch wird für den Einsatz von weniger Kunstlicht in ihrer öffentlichen Beleuchtung ausgezeichnet. Im Projekt Emissionsreduzierte öffentliche Beleuchtung wird Fläsch Lichtemissionen und den Energieverbrauch reduzieren, gleichzeitig aber die Lichtqualität der öffentlichen Beleuchtung verbessern. Dafür soll die Anzahl der Lampen reduziert sowie deren Farbe und Lichtspektrum angepasst werden. Zudem ist die Einrichtung einer Bedarfssteuerung geplant.

Von dem Projekt können insbesondere die gefährdeten Fledermausarten Mausohr und Hufeisennase profitieren. Sie sind auf dunkle Korridore in der Luft angewiesen, um ihre Nahrungsgebiete erreichen zu können. Mit der Anpassung ihrer Beleuchtung bringe die Gemeinde Fläsch „beispielhaft mehrere Bedürfnisse unter einen Hut“, schreibt Pro Natura. Als solche werden „eine sichere und gleichzeitig energiesparende Strassenbeleuchtung für die Bevölkerung“ sowie der „Schutz gefährdeter Tierarten vor zu viel Kunstlicht“ genannt. hs