Firmengründungen steigen im Juni stark an

01. Juli 2020 09:52

Schlieren ZH - Im Juni sind fast 24 Prozent mehr Unternehmen gegründet worden als im Vorjahresmonat. Während der Quarantäne-Massnahmen war die Zahl deutlich zurückgegangen. Insgesamt verzeichnete Obwalden im ersten Halbjahr die meisten, das Tessin die wenigsten Firmengründungen.

Im Juni 2020 sind in der Schweiz 4445 neue Firmen gegründet worden. Das entspricht einer Zunahme um 23,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Diese Zahlen legte das Institut für Jungunternehmen (IFJ) am Mittwoch in seiner Halbjahresanalyse der Schweizer Firmengründungen vor. „Das sind erfreuliche Nachrichten und zeigt, dass die Gründer und Gründerinnen optimistisch in die Zukunft blicken“, schreibt das IFJ in einer Medienmitteilung.

Während der Quarantäne-Monate März (-6,1 Prozent), April (-25,5 Prozent) und Mai (-14 Prozent) wurden deutlich weniger Neugründungen registriert als in den entsprechenden Vorjahresmonaten. Nach dem Rekordanstieg im vergangenen Monat geht das IFJ davon aus, dass sich die Unsicherheit unter den Jungunternehmerinnen und Jungunternehmern gelegt hat „und es kann mit einem weiteren Anstieg im zweiten Halbjahr gerechnet werden“.

Besonders zahlreiche Neugründungen verzeichneten die Branchen der privaten und geschäftlichen Dienstleistungen mit einem Anstieg von 11,7 Prozent sowie Architektur und Ingenieurwesen mit 7,7 Prozent.

Den jeweils grössten Zuwachs gab es im Vergleich zum ersten Rekordhalbjahr 2019 in den Grossregionen Nordwestschweiz (+4,4 Prozent) und Zentralschweiz (+0,4 Prozent). Unverhältnismässig hart traf es dagegen das Tessin mit einem Minus von 21, 6 Prozent. Auch die restlichen Grossregionen weisen zwischen 2,1 und 8,4 Prozent weniger Gründungen auf.

Neun der 26 Kantone können in den ersten sechs Monaten auf mehr Neugründungen zurückblicken, allen voran Obwalden (+26,6 Prozent), Appenzell Innerrhoden (+17,5 Prozent), Basel-Stadt (+10,5 Prozent) und Thurgau (+9,1 Prozent). Die grössten Rückgänge gab es dagegen in den Kantonen Schaffhausen (-24,6 Prozent), Tessin (-21,6 Prozent) und Waadt (-11,2 Prozent). mm

Aktuelles im Firmenwiki