Finwize vergleicht Schweizer Crowdlending-Plattformen

10. Januar 2020 10:13

Zürich - In einer Kurzstudie bildet Finwize die Schweizer Crowdlending-Landschaft ab. Darüber hinaus stellt der Zürcher Finanzberater fest, dass die Peer-to-peer-Unternehmensfinanzierung bei KMU und Start-ups immer beliebter wird. So sei 2019 das vermittelte Kreditvolumen auf etwa 200 Millionen Franken gestiegen.

Crowdlending wird bei Schweizer KMU immer beliebter. Das stellt der Zürcher Finanzberater Finwize in einer Kurzstudie fest. Mittlerweile buhlten zwölf Anbieter um potenzielle Kreditnehmer. Das vermittelte Kreditvolumen sei „zuletzt um 20 Prozent gewachsen im Vergleich zum Vorjahr, 2019 dürfte die 200-Millionen-Grenze erreicht“ worden sein. Die aktuelle Totalsumme der ausstehenden Firmenkredite liegt laut Finwize-Gründer Tobias Angehrn bei rund 300 Millionen Franken. Er schätzt den Ertrag der Plattformen auf 1,76 Prozent pro Kredit und Jahr.

Beim Crowdlending tritt im Gegensatz zu einer konventionellen Finanzierung keine Bank als Kreditgeberin auf. Stattdessen wird die Kreditsumme von mehreren Darlehensgebern gegen einen im Voraus vereinbarten Zins direkt bereitgestellt. Darlehensgeber können Privatpersonen oder institutionelle Anleger sein. 

Finwize untersucht, inwiefern sich die einzelnen Angebote aus Sicht eines kreditsuchenden KMU unterscheiden. Das vorliegende Whitepaper zeige interessierten Unternehmen auf, in welchen Punkten sich die einzelnen Plattformen unterscheiden und wie sich Unternehmer für die passende Finanzierungslösung entscheiden.

Grosse Unterschiede gebe es aus Kundensicht bei den Gebühren: 1,6 Prozent beim günstigsten gegenüber 3 Prozent beim teuersten Anbieter pro Jahr Laufzeit. Die Kurzstudie empfiehlt KMU, sich bei unabhängigen Experten für alternative Finanzierungsformen zu informieren. Auch der Branchenverband Swiss Marketplace Lending Association biete einen guten Überblick über den Markt. mm

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