Fintech-Jungunternehmen kommen unter Druck

09. Mai 2016 09:17

Zürich - In der Finanztechnologie schwindet die Euphorie, die Branche setzt zu einer Konsolidierungsphase an. Gründe liegen in der Vielzahl der Jungunternehmen und wachsender Skepsis der Investoren, zeigt ein Medienbericht.

Die „Neue Zürcher Zeitung“ (NZZ) hat in ihrer Sonntagsausgabe eine wachsende Zurückhaltung bei Wagniskapitalinvestoren festgestellt. Während sich viele Jungunternehmen damit konfrontiert sehen, würde die mangelnde Liquidität in besonderem Ausmass Unternehmen aus der Finanztechnologie (Fintech) betreffen.

„Es gibt etwa 140 Fintech-Unternehmen in der Schweiz. Das sind zu viele”, nennt der Zürcher Internetunternehmer Marc Bernegger in dem Artikel einen der Gründe. Viele Unternehmen stehen also im Wettbewerb um immer weniger Mittel. Nicht nur in der Schweiz. In Asien seien die Investitionen in den vergangenen Monaten deutlich zurückgegangen. „Es gibt eine Fokussierung auf wenige Gewinner“, meint der St.Galler Fintechexperte Spiros Margaris. Die Jungunternehmen müssten nun beweisen, dass sich den Durchbruch schaffen können. Die dadurch entstehende Konsolidierungsphase für die Branche zeigt sich laut der NZZ bereits im Segment von automatisierten Programmen zur Vermögensverwaltung. „Kleinere Anbieter werden es sehr schwer haben, zu überleben“, erklärt Margaris. In der Schweiz erschwert die konservative Anlagestrategie von Investoren die Lage zusätzlich.

Ein Unternehmen, das bewiesen hat, dass vielversprechende Ideen sich dennoch auch weiterhin durchsetzen, ist der Zürcher Versicherungsbroker Knip. Aber auch hier waren Geldgeber aus den USA, Niederlanden und aus Deutschland notwendig, um eine Investition von 15 Millionen Franken zu sichern. jh

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