FINMA soll Facebook-Währung beaufsichtigen

16. Juli 2019 14:07

Washington - Facebook will seine geplante Krypto-Währung Libra der Schweizer Finanzmarktaufsicht (FINMA) unterstellen, wie David Marcus erklärt. Marcus ist bei Facebook für Libra zuständig und wirbt diese Woche beim US-Senat für die Krypto-Währung.

David Marcus ist Chef der Facebook-Tochter Calibra und für die geplante Facebook-Krypto-Währung Libra verantwortlich. Der Schweizer Staatsbürger beantwortet diese Woche Fragen des US-Senats zu Libra. In einer vorab veröffentlichten Rede erklärt Marcus, dass Libra nur mit Zustimmung der Aufsichtsbehörden gestartet werde. Libra soll ausserdem nicht direkt von Facebook, sondern von der in Genf ansässigen nicht-gewinnorientierten Libra Association kontrolliert werden, betont er.

Die Aufsicht über Libra soll die FINMA haben, wie Marcus weiter erklärt. Facebook habe bereits Gespräche mit der FINMA geführt. Der Konzern geht laut Marcus davon aus, dass gemeinsam ein „angemessener regulatorischer Rahmen“ für Libra entworfen werden könne.

Neben der FINMA will die Libra Association laut Marcus auch mit US-Behörden zusammenarbeiten  – etwa bezüglich der Geldwäscherei-Bekämpfung. So wolle sich die Libra Association etwa beim Financial Crimes Enforcement Network (FinCEN) des US-Finanzministeriums als Zahlungsdienstleister registrieren.

Marcus versichert in seiner Rede erneut, dass die Libra Association keine Daten über Personen halten werde, welche Libra nutzen. „Die Libra Association kann und wird keine Daten der Blockchain monetisieren”, betont er. Schweizer Behörden könnten auch hier nochmal zum Zug kommen. Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte werde laut Marcus nämlich der Regulator der Libra Association bezüglich Datenschutz sein. ssp

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