Finanzplatz Schweiz soll nachhaltiger werden

11. Dezember 2020 14:23

Bern - Der Bundesrat hat seine Vorschläge für einen nachhaltigen Finanzstandort Schweiz konkretisiert. Das Ziel ist es, die Transparenz zu verbessern, die Risikoanalyse zu stärken und das internationale Engagement der Schweiz auszubauen.

Der Bundesrat will die Position der Schweiz als führenden Standort für nachhaltige Finanzdienstleistungen stärken. In diesem Zusammenhang hat er nun weitere konkrete Massnahmen beschlossen, wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht. Unter anderem sollen Empfehlungen der Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD) für Unternehmen verbindlich gemacht werden. Dafür werden sie von den Behörden überarbeitet.

Weiter soll das Staatssekretariat für internationale Finanzfragen (SIF) bis Herbst 2021 Anpassungen im Finanzmarktrecht vorschlagen, die das sogenannte Greenwashing verhindern. Es sei wichtig, dass dabei vor allem die Entwicklung in der EU berücksichtigt wird, damit Schweizer Finanzprodukte exportfähig bleiben.

Der Bundesrat empfiehlt, dass Akteure im Finanzmarkt Methoden und Strategien veröffentlichen, wie sie mit Klima- und Umweltrisiken bei der Verwaltung von Vermögen ihrer Kundschaft umgehen wollen.

Als eine weitere Massnahme soll die Schweiz ihr Engagement an internationalen Umweltkonferenzen ausbauen. Der Fokus soll dabei auf die Offenlegung von Umweltinformationen und die Internalisierung von Umweltkosten liegen. Es wird auch geprüft, ob die Schweiz eine UNO-Klimakonferenz organisieren soll. ssp

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