Finanzplatz Liechtenstein setzt auf Nachhaltigkeit

11. Mai 2016 12:15

Vaduz - Der Finanzplatz Liechtenstein hat mit der LIFE Klimastiftung schon früh an marktwirtschaftlichen Instrumenten für den Klimaschutz gearbeitet. Mit dem Pariser Klimaabkommen ergeben sich neue Chancen, wie eine Veranstaltung gezeigt hat.

Adolf Real sieht in den Fortschritten der internationalen Klimapolitik Chancen für den Finanzplatz Liechtenstein. „Das Klimaabkommen von Paris hat erstmals die Finanzindustrie mit einbezogen“, sagte der Stiftungsratsvizepräsident der LIFE Klimastiftung Liechtenstein und Präsident des Liechtensteinischen Bankenverbandes an einer LIFE-Veranstaltung in Vaduz. Liechtenstein ist bereits 2008 vorangegangen, als die Regierung, der Bankenverband und die Universität die LIFE Klimastiftung gegründet haben. „Wir wollen Impulse zur Entwicklung marktwirtschaftlicher Instrumente im Bereich Klimaschutz geben“, so Real. 

Der Berner Klimaforscher Thomas Stocker, Lead Autor des fünften Weltklimaberichts, wies auf die Risiken und die Chancen des Klimawandels hin. Um ihn zu bremsen, brauche es eine vierte industrielle Revolution. Diese muss die fossilen Energieträger aus dem Wirtschaftskreislauf hinausdrängen. „Es gibt Chancen, diese industrielle Revolution zu bewältigen.“ Gerade Länder wie die Schweiz und Liechtenstein mit ihrem hohen Bildungsgrad seien prädestiniert, diese Chancen zu ergreifen.

Das sieht auch Burkhard Varnholt so, Co-Chief Investment Officer der Bank Julius Bär. „Diejenigen Staaten, Unternehmen und Investoren, welche die Nachhaltigkeit am besten verstehen und umsetzen, werden gewinnen.“ Nachhaltige Vermögensverwaltung sei einer der Trends in diesem Paradigmenwechsel. Adolf Real zieht für Liechtenstein eine positive Zwischenbilanz. „Wir sind auf dem Weg, die Richtung stimmt, auch wenn wir noch nicht da sind, wo wir hinkommen wollen.“  stk

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