Finanzdirektoren warnen vor 99-Prozent-Initiative

02. Juni 2020 14:29

Zürich - Die Finanzdirektoren der Kantone lehnen die sogenannte 99-Prozent-Initiative ab. Diese würde aus ihrer Sicht die steuerliche Attraktivität der Kantone verschlechtern.

Die Konferenz der kantonalen Finanzdirektorinnen und Finanzdirektoren (FDK) stellt sich gegen die sogenannte 99-Prozent-Initiative der Jungsozialisten (Juso). Diese verlangt eine stärkere Besteuerung der Reichen. Konkret wollen die Initianten Kapitalgewinne, Zinsen und Dividenden über einem bestimmten Schwellenwert anderthalb Mal so stark wie Arbeitseinkommen besteuern. Mit den zusätzlichen Einnahmen wollen sie mittlere und tiefe Löhne entlasten und die soziale Wohlfahrt stärken.

Laut einer Medienmitteilung der FDK würde die Initiative für die Kantone aber eine Verschlechterung der steuerlichen Attraktivität, einen Eingriff in die Steuerhoheit und eine Einschränkung der finanziellen Autonomie bedeuten. Insgesamt könnte die Initiative schädliche Folgen für die Kantonsfinanzen haben.

Der Bundesrat hat empfohlen, die Initiative ohne Gegenvorschlag abzulehnen. ssp

Mehr zu Wirtschaftspolitik

Aktuelles im Firmenwiki