Finanzbranche leidet unter Negativzinsen

05. Februar 2020 13:55

Zürich - Die Geschäftslage der Schweizer Firmen hat sich laut einer Umfrage der KOF im Januar verbessert. Eine Sonderumfrage zeigt jedoch auch, dass die Finanzbranche weiterhin stark unter den Negativzinsen leidet.

Zu Beginn des Jahres hat sich die Geschäftslage der Schweizer Firmen in fast allen Bereichen verbessert, zeigt die aktuelle Umfrage der Konjunkturforschungsstelle (KOF) der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich. Die Lage habe sich damit nach einem schwachen ersten Halbjahr 2019 seit dem Herbst insgesamt stabilisiert.

Im Januar war es fünf Jahre her, dass die Frankenuntergrenze von der Schweizerischen Nationalbank aufgehoben wurde. Vor diesem Hintergrund hat die KOF eine Sonderumfrage zu diesem Thema durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass der überwiegende Teil der Unternehmen ihre Wettbewerbsposition in Bezug auf den Heimmarkt als unverändert einschätzt. Bezogen auf den Euromarkt berichten aber 36 Prozent der dort tätigen Unternehmen von einer leicht oder deutlich schlechteren Wettbewerbsfähigkeit als vor fünf Jahren. Insbesondere Unternehmen im Gastgewerbe und im Verarbeitenden Gewerbe beklagen sich.

Die aktuelle Wirkung der Negativzinspolitik wird von 60 Prozent der befragten Unternehmen als neutral bewertet. Die Vor-​ und Nachteile gleichen sich ihrer Ansicht nach also aus. Allerdings zeigen sich in der Beurteilung grosse Unterschiede zwischen den Branchen. So sehen etwa 65 Prozent der Finanzbranche die Negativzinsen als einen Nachteil. Gleichzeitig geben 84 Prozent der Finanzinstitute an, von den Negativzinsen ein wenig oder stark betroffen zu sein zu sein. ssp

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