Fern- und Nachtzüge werden stärker gefördert

08. Dezember 2020 14:56

Bern - Die Schweiz will zusammen mit Deutschland, Frankreich und Österreich den grenzüberschreitenden Bahnverkehr fördern. Das haben die Vertreterinnen und Vertreter dieser Länder sowie die Bahnchefs am Dienstag vereinbart. „Zug statt Flug“, heisst einer der Leitgedanken des gemeinsamen Konzepts.

Mit einer gemeinsamen Vereinbarung reagieren die Schweiz, Deutschland, Frankreich und Österreich auf die gestiegene Nachfrage nach grenzüberschreitenden Bahnverbindungen. Am Dienstag vereinbarten Vertreterinnen und Vertreter dieser Länder die stärkere Förderung von Fern- und Nachtzügen. Eng einbezogen seien darin auch die Bahnchefs, heisst es in einer Medienmitteilung des Bundesamts für Verkehr.

Das Angebot werde so verbessert, wie es das Trans-Europ-Express-Konzept vorsieht. Der deutsche Verkehrsminister hatte es im September beim EU-Schienengipfel vorgestellt. Damit knüpften die Bahnen an die traditionsreichen TEE-Züge der 50er Jahre an. Einer der Leitgedanken des TEE 2.0-Konzepts heisse „Zug statt Flug“.

Die am Dienstag unterschriebene Absichtserklärung beinhalte die Beschaffung von hochwertigem Rollmaterial durch die Staatsbahnen. Ausserdem beabsichtigten sie, die Fahrpläne zu optimieren und attraktive Buchungsplattformen zu entwickeln.

Mit der österreichischen Bundesbahn hatte sich die SBB bereits im September auf den Ausbau des bestehenden Nachtzugangebots geeinigt. Mit der nun vereinbarten Kooperation der vier Bahnen DB, ÖBB, SNCF und SBB werde die Nachfrage nach klimafreundlichen und ressourcenschonenden schnellen Tagesverbindungen und für Nachtzüge weiter zunehmen, glaubt der CEO der SBB, Vincent Ducrot: „Ich bin froh, dass wir nun auch die notwendige Unterstützung von DB und SNCF gewinnen konnten, um das Angebot weiter auszubauen.“ mm

Mehr zu Mobilität

Aktuelles im Firmenwiki