Fenaco bekämpft Unkraut mit Strom

27. Januar 2021 11:34

Bern - Die Agrargenossenschaft fenaco führt die Bekämpfung von Unkraut mithilfe elektrischer Ladung in der Schweiz ein. Dafür hat sie eine Kooperation mit dem deutschen Tech-Start-up crop.zone vereinbart, das diese Technologie entwickelt hat.

Die Schweizer Landwirtinnen und Landwirte erhalten eine Alternative für die Bekämpfung von Unkraut. Künftig kann dies statt mit Pflanzenschutzmitteln mit Strom geschehen. Eine entsprechende Technologie hat das Aachener Start-up crop.zone entwickelt. Die Agrargenossenschaft fenaco führt sie in der Schweiz ein. Hier soll sie geprüft und weiterentwickelt werden. Dafür hat fenaco mit crop.zone eine Kooperation vereinbart. Das geben beide Unternehmen in einer gleichlautenden Medienmitteilung bekannt. 

Im Rahmen dieser Kooperation nimmt Michael Feitknecht, Leiter Pflanzenbau und Mitglied der fenaco-Geschäftsleitung, Einsitz in den Beirat von crop.zone und berät das Start-up in strategischen Fragen. Der Einsatz auf Schweizer Feldern soll wissenschaftlich begleitet werden. Das Forschungsinstitut für biologischen Landbau klärt derzeit ab, ob das Verfahren auch für den biologischen Landbau zugelassen werden kann.

Die crop.zone-Lösung kann in einer Stunde rund drei Hektare behandeln. Dabei werden die Pflanzen in einem ersten Schritt mit einer leitfähigen Flüssigkeit versehen. Dann wird das Unkraut gezielt durch eine elektrische Ladung bekämpft. Dadurch sei der Energieverbrauch geringer als bei anderen elektrischen Technologien, heisst es in der Mitteilung. Zudem habe diese Methode einen deutlich höheren Wirkungsgrad.

Mit dieser Lösung böten fenaco und crop.zone „eine sichere, zuverlässige und umweltfreundliche Alternative, die die Schweizer Landwirtschaft nachhaltiger macht“. Die Methode werde der Öffentlichkeit erstmals im Frühjahr an der Eröffnung der neuen Nützlingsproduktion in Aesch BL vorgestellt. mm

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