FDP Zug lanciert Volksinitiative für sicheren Strom

13. Oktober 2021 14:10

Zug - Die FDP.Die Liberalen Zug startet die nationale Volksinitiative „JA zur sicheren Stromversorgung“. Damit will sie sicherstellen, dass die Schweiz bis 2050 zu jedem Zeitpunkt in ihrer Energieversorgung autark und vom Ausland unabhängig ist.

Die FDP.Die Liberalen Zug gibt den Anstoss für die nationale Volksinitiative „JA zur sicheren Stromversorgung“. Laut einer Medienmitteilung will sie den Bund verpflichten, Grundsätze für eine lastgerechte autarke Versorgung mit Elektrizität bis 2050 festzulegen. Die Unterschriftensammlung beginnt im Frühjahr 2022 nach Zustimmung der kantonalen Parteiversammlung und in Koordination mit der FDP.Die Liberalen Schweiz.

Diese Volksinitiative will erreichen, dass die Versorgungssicherheit zu jedem Zeitpunkt gewährleistet ist, unabhängig von Stromimporten aus dem Ausland. Andernfalls drohen nach Ansicht der Liberalen „Strommangellagen, Blackouts, Netzschäden und enorme wirtschaftliche Ausfälle“.

Bislang sei die Schweiz „bilanziell autark“, der verfügbare Strom reiche im Jahresmittel aus. Das ändere sich in Zukunft, wenn etwa die Kernenergie wegfalle. Zudem werde der Strombedarf nach Berechnungen des Bundesamts für Energie vor allem durch Elektromobilität, Wärmepumpen und Digitalisierung von aktuell 66 Terawattstunden auf rund 84 Terawattstunden im Jahr 2050 ansteigen.

Darüber hinaus, so die FDP, werde die EU nach Ausstieg aus Kernkraft und Kohle weniger Strom exportieren können. Auch ein Stromabkommen mit Brüssel werde es nach dem Abbruch über die Verhandlungen über ein institutionelles Abkommen zwischen der Schweiz und der EU auf absehbare Zeit nicht geben. Deshalb sei es „dringend notwendig, unverzüglich und weitsichtig“, jetzt die Weichen für die künftige Versorgungssicherheit zu stellen. mm

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