Exportrisikoversicherung schreibt wieder Betriebsgewinn

06. April 2022 14:34

Bern - Die Schweizerische Exportrisikoversicherung (SERV) des Bundes hat das Geschäftsjahr 2021 mit einem Betriebsgewinn von 88,1 Millionen Franken abgeschlossen. Im Vorjahr wurde pandemiebedingt ein Verlust geschrieben. Mit der SERV sichert der Bund die Risiken der Schweizer Exportindustrie ab.

Die Schweizerische Exportrisikoversicherung des Bundes hat im Geschäftsjahr 2021 einen Betriebsgewinn von 88,1 Millionen Franken erwirtschaftet, informiert der Bundesrat in einer Mitteilung. Er hat an seiner Sitzung am 6. April den Geschäftsbericht der SERV genehmigt. Sie mindert die Risiken für die heimische Exportindustrie. Im vergangenen Jahr habe sich die SERV dabei „einmal mehr als wichtige Stütze der Exportwirtschaft gerade auch in Krisenzeiten“ bewährt, heisst es in der Mitteilung. Im Jahr 2020 hatte die SERV pandemiebedingt einen Verlust von 81,5 Millionen Franken ausgewiesen.

In der Mitteilung weist der Bundesrat auf die im Jahresvergleich deutlich gestiegenen sogenannten Grundsätzlichen Versicherungszusagen hin. Sie werden von der SERV ausgestellt, um exportierenden Unternehmen eine wettbewerbsfähige Finanzierung bei Ausschreibungen zu ermöglichen. Ihr Zuwachs zeige, „dass sich die Exporteure im Jahr 2021 wieder verstärkt um Auslandaufträge bemüht haben“, heisst es in der Mitteilung. Insgesamt legten die Versicherungsdeckungen der SERV im Jahresvergleich von 3,80 Milliarden auf 4,65 Milliarden Franken zu.

Die geleisteten Schadenszahlungen stiegen gegenüber 2020 von 83 Millionen auf 109 Millionen Franken an. Aktuell rechnet der Bundesrat aufgrund des Kriegs in der Ukraine vor allem mit Schäden bei Russland-Geschäften. Hier sollten Versicherungsnehmer und SERV zunächst „schadenmindernde Massnahmen“ ergreifen, schreibt der Bundesrat. Die letztlich von der SERV zu tragenden Schäden könnten zwar „noch nicht beziffert werden, erscheinen gemäss aktueller Einschätzung aber als tragbar“. hs

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